Femø

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Femøs Geschichte in kurzen Zügen

Femø ist seit der Vorzeit bewohnt. An zwei Stellen in Nørreby und an einer in Sønderby wurden Steingräber aus der Steinzeit gefunden. Ferner wurden Steinäxte, Steinschaber, Speerspitzen und Faustkeile gefunden, ferner aus der Bronzezeit Steinzeug sowie Urnen, gefüllt mit Asche und Knochen. Aus der Römerzeit wurden Gräber und Silbermünzen gefunden.

Der Name der Insel wurde erstmalig urkundlich in König Valdemars Grundbuch von 1231 erwähnt, mit vielen verschiedenen Schreibweisen. Femø war in alter Zeit Domänenland, gehörte also dem König, den Bauern gehörten nur ihre Höfe. Eine kurze Zeit gehörte Femø zu Ravnsborg, fiel jedoch 1523 an Nykøbing und sollte zum Unterhalt von Königin Sofie, der Ehefrau König Frederik I., dienen.

In der Zeit vor der Reformation wurde die Kirche gebaut. Vorher teilte Femø Kirche und Pfarrer mit Fejø – zu dieser Zeit gab es auf Femø lediglich einen Friedhof.

Femø wurde mehrere Male beraubt und ausgeplündert. Die Wenden haben mehrere Male gewütet und es ging auch hart her während der schwedischen Kriege. Die Schweden raubten alles, was sie mit sich schleppen konnten, auch den Abendmahlskelch, der später in Nakskov gefunden wurde und wieder zurückgeführt wurde. Femø war nach dieser Zeit so ausgemergelt, daß Nykøbing und Stubbekøbing 1660 zur Hilfe kommen mußten, da die Bewohner sonst – wie sich aus dem Grundbuch ergibt – an Hunger gestorben wären.

Alte Karten zeigen die Ländereien auf Femø wie Sonnenstrahlen, also im Zentrum beginnende schmale Parzellen, die zur Küste führen. Die Parzellen sind zwar seit langem geteilt und ausgetauscht, die alten Formen lassen sich jedoch auch heute noch erkennen.

Heute sind viele Höfe zusammengelegt worden und werden nur noch von einigen Personen betrieben. In der Zeit zwischen den Kriegen und vor dem Beitritt Dänemarks in die EWG gab es einen bedeutenden Obstanbau, der leider nun vollkommen aufgegeben ist. Ferner gab es eine Molkerei, die jedoch ebenso wie Bäckerei, Landhandel und der Konsumverein (Brugsforening) der Vergangenheit angehört.